![]() Unser Engagement ![]() Unser Engagement im Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung als Therapiebegleithund-Team Seit dem 05.01.2010 besuchen wir wöchentlich das Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung in der Karlshöhe Ludwigsburg. Dort leben Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen. Haven reagiert sehr gelassen auf Rollstühle, die automatischen Türen und die ungewohnten Laute und Gestender Behinderten. Die Bewohner und Angestellten haben Haven gleich ins Herz geschlossen. Die ersten Besuche fanden auf der Wohngruppe mit allen Bewohnern statt. Inzwischen kommen Haven und ich dorthin zu einem "Einzel-Date" zu einer Frau, die unter dem Down-Syndrom leidet. Sie ist sehr antriebslos und redet kaum. Früher hatte sie auch zwei Hunde. Ich achtete bei den Therapieeinheiten auf eine adäquate Eingewöhnungsphase für Haven. Das heißt, dass wir zunächst 5-10 Minuten im Heim waren und die Zeitspanne Minute für Minute ausdehnten. Seine Transport-Box ist als Rückzugsmöglichkeit immer dabei. Wenn Haven und ich zu Besuch sind zieht sie sich im Nu ihre Hausschuhe an, folgt aufmerksam den Bewegungen des Hundes, schaut zu, was für Kunststücke er schon kann und begleitet uns, wenn wir fertig sind, manchmal sogar fast bis zur Türe. Das ist für diese Frau schon eine wahre Leistung. Wenn ich in ihr freudiges Gesicht schaue wird mir bewusst: der weite Weg und der große Aufwand lohnen sich! Nach vielen Monaten des Schweigens begann die Frau nun gegen Ende 2010 plötzlich regelmäßig Haven anzusprechen ("Du bist mein Schatz, " Du bist ein Fetz", "Was ist los mit dir" usw.) Inzwischen redet Sie bei jedem Besuch mit Haven und lacht mit und über ihn,fühlt sein warmes Fell und sein Herz. Dass ich diesen großen Fortschritt miterleben durfte/darf macht mich sehr dankbar. Therapieziele sind weiter: mehr Aktivität, mehr Bewegung und Förderung der Kommunikation. Nach jeder Einheit darf sich Haven Leckerlis, die die Bewohnerin sammelt (für Aktionen, die sie besonders schnell erledigt), schmecken lassen und sich danach austoben, spielen und ausruhen. Die obigen Bilder sind von diesem Einsatz und aus persönlichkeits-rechtlichen Gründen unkenntlich gemacht. An dieser Stelle möchte ich der Karlshöhe Ludwigsburg meinen tief empfundenen Dank für das in uns gesetzte Vertrauen aussprechen! Unser Engagement bei einem Behinderten zuhause als Therapiebegleithund-Team (aktuell kein Einsatz) Am 21.02.2010 besuchten wir das erste Mal einen jüngeren Mann, der vor vielen Jahren durch einen Verkehrsunfall tragisch verunglückte. Er leidet unter einem schweren Schädel-Hirn-Trauma. Dadurch kam es unter anderem zu einer Spastik im Kiefer, was es manchmal schwer macht, ihn zu verstehen. Das Kurzzeitgedächtnis ist durch den Unfall auch in Mitleidenschaft gezogen. Er nimmt die Dinge für den Moment wahr und benötigt in seinem Alltag Struktur, Ordnung und eine Uhr. Seine ruhige, offene und positive Art macht es mir leicht Kontakt zu ihm aufzunehmen und Haven mit einzubeziehen. Mein Hund fühlt sich in dieser Atmosphäre sehr wohl und reagiert sehr gelassen. Schön zu sehen, dass Haven auch immer einen Moment der Freude bereiten kann. Ein lustiges Beispiel: Im Frühsommer, als Haven noch ein kleiner Zwerg war, hatte ich mir Inhalte für die Therapiezeit überlegt. Haven hatte im Raum dann aber ca. 20 kleine Luftballons entdeckt und ließ diese nacheinander platzen. Was haben wir gelacht - mit einem Tier kann man eben doch nicht alles vorausplanen :-) Unsere Ziele sind die allgemeine Aktivierung sowie das Üben einer lauteren Aussprache. Wir machen oft Suchspiele für Haven, verstecken Leckerli in besonderen Intelligenzspielen (für Haven) oder spielen miteinander Ball. Dabei fördern Haven und ich besonderes die Motorik, die körperliche Bewegung und die geistige Aktivität. Wir besuchen den netten jungen Mann regelmäßig wöchentlich. Ich möchte mich bei der Familie des Klienten für ihr Vertrauen und ihre Offenheit bedanken! Unser Engagement in der Altenhilfe als Therapiebegleithund-Team (aktuell kein Einsatz) Am 12.1.2010 waren wir das erste Mal in der Altenhilfe in der Karlshöhe Ludwigsburg. Seit dem besuchen wir die Bewohner des Demenz-Bereiches wöchentlich. Hier ist unser Besuch ein Gruppenabgebot und soll der allgemeinen Aktivierung dienen. Wir beobachten zusammen Haven und reden über ihn. Oder ich mache kleine Kunststücke vor, die wir daheim geübt haben (Pfötchen geben, Leckerli auf Kommando nehmen etc.). Auch hier gilt eine angemessene Eingewöhnungsphase für Haven. Die Bewohner sind froh um die kleine Abwechslung in ihrem Alltag. Ich habe den Eindruck, dass die Bewohner im Allgemeinen, am Ende unseres Besuchs, wacher und manchmal fröhlicher sind. Auch hier zeigt Haven, dass er sich wohl fühlt. Hier schätzt er besonders die ruhige Atmosphäre, wie ich finde. Ich danke der Karlshöhe Ludwigsburg sehr für ihre Unterstützung für meine Herzensache! Aktuell findet kein Gruppenangebot statt. Unser Engagement für unseren Sohn Hannes als Therapiebegleithund-Team Unser Sohn Hannes, *26.08.2011, hätte kaum einen schweren Start ins Leben haben können. Nach einer extrem langen und komplizierten Geburt erlitt Hannes eine Sauerstoffunter- versorgung. Das Zentrale Nervensystem wurde dabei geschädigt. Die Konsequenzen daraus sind noch nicht abschätzbar! Hannes bekommt Logopädie (Castillo-Morales-Therapie) und Physiotherapie (Vojta-Therapie). Bei Bedarf Osteopatie und Cranio-Sacral-Therapie. Die täglichen Logo- und Physioübungen gehören für uns inzwischen zum Alltag wie das Zähneputzen. Hannes leidet an einer zentralen Tonus- und Koordinationsstörung. Er überstreckt sich sehr viel, ist sehr steif und findet kaum in die Entspannung. Mit Haven arbeite ich sooft wie möglich an Hannes. Wir streicheln mit Hannes` kleinen Händchen oder Füsschen das Hundefell oder streichen Brei an Hannes Hände und Füsse und Haven schleckt ihn ab. Dabei wird die taktile Wahrnehmung (Tastsinn) angeregt. Dadurch werden im Gehirn wichtige Informationen gebahnt. Regelmäßig kann ich beobachten, wie sich Finger und Finger und Zeh um Zeh bei der Berührung des Hundefells immer weiter öffnen. Außerdem wird Hannes Atmung ruhiger und er wird allgemein entspannter. Ich bin auch der Überzeugung, dass allein die Anwesenheit meines Hundes gute Impulse für Hannes setzt. Die Chemie zwischen Hund und Baby stimmt! Mit einer unbeschrieblichen Ruhe, Geduld und Vorsicht begegnet Haven Hannes, dass mir selbst oft die Worte fehlen. Der Hund sucht aktiv den Kontakt zu Hannes und Hannes zu Haven, was überhaupt die Grundlage für eine erfolgreiche tiergestützte Intervention darstellt. ![]() ![]() ![]() Schön zu wissen, dass man einen Freund an seiner Seite hat, der einem immer zuhört (Verminderung der soz. Isolation, Einsamkeit). Durch das Ablecken der Hand werden die Sinneswahrnehmungen der Frau angesprochen, Nähe wird zugelassen. Die Frau zerkleinert eine Leckerlistange für Haven (Förderung der Feinmotorik, Anregung zur Aktivität). ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |