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Über den Aussie
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Ein wunderschönes Gedicht aus der Sicht eines Australian Shepherds
 
JUST A STOCKDOG STORY
by Gary Bogy
 
Do you remember when I was just a little tyke,
and you bought that hot new colt named Ike.
He was the color of the new fallen snow,
I ran right down to say hello.
Then he kicked a mighty blow
he nearly hit me, but a ducked low.
 
I got mad and heeled him hard,
we fought all over the yard.
And when the storm`s end was near,
you were pullin´ on my ear.
Then I knew I done wrong,
and sang out a sad song.
 
You said it would be all right,
it was just a kid fight.
Back then you were just a boss,
to a young pup and a green broke hoss.
We made the rounds the three of us,
gathered stock and lots of dust.
 
That was how it all began,
we all became working friends.
Remember the steer we penned out West,
his horns were longer than the rest.
He was aiming to run me thru,
if it had not been for Ike and you.
 
Dropped a loop around his neck,
then I really gave him heck.
Then you met that darned old girl,
left me and Ike in a swirl.
We could not found you for a while,
then you brought her home with a smile.
 
She was really neat,
I loved to lay there by her feet.
One day we got a place of our own,
you and her call it a home.
You remember that brindle bull named Prince,
he had you pinned against the fence.
 
I told him to let you go and bit him very hard,
he must have kicked me from the yard.
Now a found a place to rest,
like those mountain meadows out West.
But the flowers here stay year-round,
and nobody ever mentions a dog pound.
 
All the animals here are friends,
it`s the way it should have always been.
I sure missed you there at first,
and knew it could not have been worse.
They say it never, never ends,
and I keeping making more good friends.
 
I wanted you to know I am okay,
And I hope to see you here someday.
Seit du da bist -eine besondere Liebeserklärung an meinen Haven
 
Seitdem du da bist...

 
wasch`ich dich, auch wenn du noch so stinkst
 
teile ich mit dir sogar meine    Erdbeerschale
 
hab`ich so viel Spaß mit dir
 
frisst du mir die Haare vom Kopf
 
frage ich mich, ob du ein Hund oder ein
Clown bist
 
hab`ich den Eindruck, dass dir die Welt
gehört
 
schenkst du mir bedingungslose Liebe
 
hab`ich durch dich, viele neue (Hunde-)
Leute und deren Hunde kennengelernt
 
werde ich das Gefühl nicht los, im Kreis zu
putzen
 
bist du nicht mehr wegzudenken
 
kostest du mich so manchen Nerv
 
weiß ich, wie wichtig ein guter
Staubsauger ist
 
hältst du mich auf Trab
 
macht das Altpapier zerkleinern erst
richtig Spaß
 
weiß ich gar nicht mehr, was "ausschlafen"
bedeutet
 
bist du ein Sonnenschein

Dich, lieber Haven, hat der Himmel geschickt!
 
Danke dafür!
Der Australian Shepherd:
 
 
Ursprung:
Der Aussie kommt nicht, wie der Name vermuten lässt, aus Australien, sondern hat seinen Ursprung in Nordamerika als vielseitiger Ranchhund. Die Rasse entstand im späten 19. Jahrhundert in Kalifonien. Zu seinen Vorfahren gehörten neben Collies auch aus Australien
(woher vermutlich der Name der Rasse herrührt) und Neuseeland importierte Hütehunde sowie Hunde von baskischen Schäfern. Die Farmer und Rancher sorgten für die Weiterentwicklung des Aussies und achteten dabei auf die Erhaltung folgender Eigenschaften: scharfe Intelligenz, gute Hüteinstinkte, starke Wachsamkeit, geistige Klarheit und zuletzt attraktives Erscheinungsbild (ihn gibt es in unzähligen Farben/ Farbkombinationen, teilweise mit zwei unterschiedlichen Augenfarben). Bekannt wurden Aussies vor allem durch die immer populärer werdende Westernreitszene. Dazu hat eine Person besonderes beigetragen: Jay Sisler, ein Rodeoteilnehmer und Rancher aus Idaho. Er war mit seinen beiden Aussies in den USA und in Canada Bestandteil vieler Shows, wo sie zusammen faszinierende und beeindruckende Tricks aufführten. In Deutschland ist der Aussie erst seit 2004 eine im VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) anerkannte Rasse.
 
Wesen und Verhalten:
Der Aussie ist ein sensibler, vielseitiger
Arbeitshund, der seinem Ursprung noch recht nahe ist. Er gehört zur Kategorie Hüte- und Treibhunde, ist im speziellen aber ein Treibhund. Das heißt, er läuft mit dem Menschen (Cowboy) hinter der Herde her, um eben diese zu treiben.
(Im Vergleich zum Border Collie, einem Koppelgebrauchshund, der seinem Schäfer instinktiv
die Herde entgegentreibt). Der Aussie ist ist ein absoluter
Arbeitsjunkie und ein Hund für alle Fälle, der immer für einen da ist, alles für einen tut (will to please=Wille zu Gefallen) und auch extrem schnell lernt. Wenn er Freundschaften schließt, dann für`s ganze Leben. Die ihm gestellten Aufgaben erfüllt er mit großem Stil und Enthusiasmus und oft einem Lächeln auf den Lefzen. Er hat dabei ein Mimikspiel wie kaum ein anderer Hund. Aussies haben oft neben ihrer außergewöhnlichen Mimik, eine facettenreiche Lautsprache. Von Natur aus ist er eher reserviert gegenüber Fremden. Dabei darf er aber auf keinen Fall aggressiv, im Sinne von nicht abstellbar, sein. Wobei er in seinen Anlagen eine hohe Aggressionsbereitschaft trägt. Diese benötigt(e) er dazu, wenn er z.B. einen Bullen auf einen Hänger alleine mit seinem Menschen verladen muss. Da benötigt es schon ein wenig mehr Auftreten und Überzeugungskraft bei so einer großen Gewichtsdifferenz. Der Aussie ist ein sehr mutiger Hund, der im Zweifel auch gerne Dinge alleine entscheidet (Arbeitsintelligenz), weil es ihm eben so in den Genen liegt.
Ein Aussie ist ein Hochleistungssportler was Körper und Geist angeht. Man muss sich schon sehr bemühen, um diesem Arbeitshund gerecht zu werden. Nur mal eine Stunde laufen gehen reicht nicht! Es müssen vor allem
täglich viele verschiedene geistige Aufgaben her, die der Aussie zu lösen hat. Statt drei Stunden laufen, lieber 30 Minuten Kopfarbeit. Zudem sehe ich es als genauso wichtig an, den Hund bedienen zu können. Das heißt, ich muss ihn an- und abschalten können. Aussies sind, wie schon erwähnt, Arbeitsjunkies, ihnen muss man oft sagen, wann sie Pause haben und sie müssen damit auch leben, dass es nichts für sie zu tun gibt. Viele Aussies sind leider nicht mehr steuerbar, sind ständig "online"  oder verrückte Balljunkies und kommen dabei gar nicht mehr runter zum Entspannen. Leider ist der Aussie, vor allem wegen seiner Optik zu einem Modehund geworden. Viele junge Aussies sitzen deshalb im Tierheim, sind bei den Notaussies zu finden oder werden abgeschoben, weil man unter anderem mit zunehmenden Alter, mit ihrer fordernden Art und ihrer Intelligenz nicht mehr zurecht kommt. Der Aussie ist sehr sensibel und kein einfacher Hund! Er möchte im engen Familienanschluss leben und im Alltag sooft wie möglich mit seinen Menschen dabei sein. Er ist kein Zwingerhund und kein Hund, den man jeden Tag 6 Stunden alleine lassen sollte! Außerdem hat der Aussie einen nicht zu unterschätzenden Schutztrieb, das heißt, dass er seine Menschen und sein Zuhause jederzeit beschützt.
 
Erziehung:
Ein Aussie lernt sehr schnell und gerne Neues, braucht oft weniger als 5 Wiederholungen
bis er was Neues verstanden hat, ist aber gerade deshalb nicht unbedingt leicht erziehbar.
Seine hohe (Arbeits-)Intelligenz wird da zur Schwierigkeit, wo er selbst Lösungen anbietet,
die ich nicht möchte. Und da hilft Strafe keinesfalls weiter. Ein Aussie ist ein Sensibelchen.
Er muss ein Alternativverhalten aufgezeigt bekommen. So nach dem Motto "Nein, dieses möchte ich nicht, aber jenes möchte ich". Was ein Aussie braucht, ist eine
klare und konsequente aber freundliche Führung. Und die gilt es erstmal zu erlernen! Ich bin ein sehr konsequenter und klarer Mensch und doch stoße bei der Hundeerziehung oft an meine Grenzen. Mein Hund ist mein bester Lehrer, er spiegelt oft mein (Fehl-)Verhalten wieder. Außerdem ist der Aussie unheimlich schnell in seiner Reaktion und Aktion. Das heißt ich muss als Mensch schon ein sehr gutes Tempo (nicht zu verwechseln mit Hektik) vorlegen, um schnell genug zu reagieren. Denn der Aussie selbst ist oft schon 1-2 Schritte weiter. Man weiß also schon im Besten Fall was er als nächstes vor hat, wenn man ihn gut lesen (sein Verhalten in versch. Situationen) lernt. Jemand, der nach dem Motto "Komm`ich heut`nicht, komm`ich morgen" lebt, wird mit mit einem Aussie aller Voraussicht nach nicht glücklich werden und der Aussie nicht mit ihm!
 
Das Märchen vom Hütehund, der nicht jagt:
Der Aussie hat einen ausgeprägten
Hütetrieb. Dabei handelt es sich um umgesteuertes Jagd- verhalten. Es hat nichts mit "behüten" oder "beschützen" zu tun. Die Herde ist für den Aussie die Beute und das Hüten ist schließlich ein nicht abgeschlossenes Jagdverhalten, bei dem es nicht zum Beute machen kommt. Möchte man mit seinem Hund hüten, sollte man sich das gut vorher überlegen (dabei leckt er oft Blut!). Der Hund muss das Hüten sorgfältig in einer guten, soliden Schulung für Mensch und Hund erlernen. Am Ende muss er in jeder Situation und aus jeder Entfernung für den Menschen leicht erreichbar und steuerbar sein. Dazu gehört z.B. auch das kontrollierte, leichte Schnappen des Hütehundes in die Beine oder in den Kopf des zu hütenden Tieres. Nur so ist der Hund ein sinnvoller Mitarbeiter und stellt keine Gefahr für die Herde dar. Für den Alltag eines "Nicht-Schäfers" bedeutet das, dass ich meinem Aussie durchaus erklären muss, dass er dem Reh nicht nach gehen darf!
 
Nun könnte die Aufzählung hier noch ewig weitergehen. Da ich mich nun auf das in meinen Augen Wesentliche beschränkt habe, möchte ich dazu anregen, vor allem, wenn man beabsichtigt, sich einen Aussie anzuschaffen, folgenden weitergehenden Beschreibungen zu folgen:
 
- ein Link zum Buch
"All about Aussies" von Jeanne Joy Hartnagle-Taylor
- ein Link zu einem kostbaren Bericht
"Genie und Wahnsinn" von Stefanie Gaden und
- ein Link zur Aussie-Züchterin
Susanne Öhler, die ehrliche Info`s über die Rasse bereithält.
 
Vielen Dank an die beiden Damen für die freundliche Bereitstellung!
 
Der Aussie kann ein zauberhafter Hund sein, wenn man ihn auslastet, sich viel mit ihm beschäftigt, ihn sehr konsequent erzieht, mit ihm viel Spaß hat, lacht und ihn zu verstehen weiß.
 
Gerne nehme ich mir Zeit für ein persönliches Gespräch oder einen Spatziergang mit Ihnen! Sprechen Sie mich gerne an!
Diesen Bereich habe ich untergliedert in:
- Info`s und Erfahrungen über die Rasse Australian Shepherd und
  wichtige weiterführende Links,
- ein
Gedicht aus den USA, welches den Charakter des Aussies besonders
  gut hervorhebt,
- eine
Liebeserklärung an meinen Haven.